Andere haben es auch geschafft! - Berufeabend an der Realschule am Goldberg

Am Donnerstag konnte nach langer Pandemiepause endlich wieder unser Berufeabend stattfinden.

An diesem Abend stellen Eltern, ehemalige Schülerinnen und Schüler und weitere Bildungspartner ihren beruflichen Werdegang und ihre Ausbildungsmöglichkeiten vor.

Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 9, die sich gerade intensiv mit ihrer Zukunft beschäftigen – geht es doch rasant auf die Mittlere Reife zu –, haben die Chance an drei verbindlichen Vorträgen teilzunehmen.

Die Berufsorientierung hat einen sehr hohen Stellenwert bei uns an der Realschule. Bereits ab Klasse 7 ist das Fach WBS (Wirtschaft/Berufs- und Studienorientierung) fest im Stundenplan verankert. Die Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 absolvieren die Kompetenzanalyse Profil AC – ein bewährtes Verfahren zur Ermittlung der überfachlichen und fachlichen Kompetenzen, damit sie selbst ihre Potentiale besser erkennen können. In Klasse 8 und 9 geht es dann in ein einwöchiges Berufspraktikum in die Betriebe. Durchgängig spielt die Berufsberatung durch die Arbeitsagentur sowie externe Partner eine wichtige Rolle an unserer Realschule.

In diese lange Liste reiht sich auch unser Abend der Berufe ein, der eine 10 Jahre alte Tradition an unserer Schule hat.

Die Erfahrungsberichte der Referentinnen und Referenten aus erster Hand beeindrucken durch Ihre große Authentizität und Praxisorientierung. Besonders motivierend war die Geschichte unserer ehemaligen Schülerin Duygu Bahadir (siehe Foto, Mitte), die nach ihrem Abschluss im Jahr 2012 ehrgeizig an ihrer Karriere gearbeitet hat. Mit nur 26 Jahren kann sie ein abgeschlossenes Studium als Wirtschaftsjuristin vorweisen. Darüber hinaus schreibt sie als Autorin Fachbeiträge im Haufe Verlag, ist Geschäftsführerin einer Kanzlei und promoviert derzeit. Ob sie schon immer eine ehrgeizige Schülerin war, möchte ein Zuhörer wissen. Schmunzelnd dreht sich Frau Bahadir zu ihrem ehemaligen Klassenlehrer, Herrn Bruder. Einstimmig antworten beide mit Nein. Und doch hat sie selbst im Praxissemester ihres Studienganges den Antrieb für ihren weiteren Weg gefunden.

Viele andere ehemalige Schülerinnen und Schüler sind auch “Getriebene”, die – egal ob als Bankkaufmann, Medienkauffrau oder Pressesprecher – ihre Karriere fleißig vorantreiben. Die Elterngeneration überzeugt mit langjähriger Berufserfahrung als Krankenschwester, IT-Projektkoordinator oder Tätowiererin und hat auch den ein oder anderen “life hack” auf Lager.

Und so bleibt am Ende des Abends ein hörbares “Aha” im Raum: Andere haben es auch geschafft, morgen arbeite ich wieder selbst als Schüler der RSG an meinem eigenen Weg.

Ein großer Dank gilt den Referentinnen und Referenten für ihre Zeit und die Ermöglichung der persönlichen Einblicke, sowie unserem Beauftragten für Berufsorientierung Herrn Kober, der diesen Abend bestens vorbereitet und organisiert hat!

Text: J. Kubin und S. Guivala