Informiert über alles, „was abgeht“

Unser Kollege Herr Heine führte mit seiner Klasse 8a ein digitales Zeitungsprojekt mit der Stuttgarter Zeitung durch. Möglich wurde dies auch durch eine Spende von 11200 Euro der Firma Vector.

Ich stellte mir im Vorfeld die Frage, wie man Jugendlichen das aus ihrer Sicht „altmodische“ Medium Zeitung am besten nahebringen kann, denn aus einer Umfrage im Vorfeld wusste ich, dass kaum noch gedruckte Zeitungen in den Haushalten der SchülerInnen gelesen werden. Hierzu passte es perfekt, dass die StZ seit diesem Jahr erstmalig auch die Möglichkeit bot, das Projekt mit dem E-Paper bzw. über die entsprechende App der StZ durchzuführen. Dies war für mich und die SchülerInnen eine sehr große Motivation. 

Zudem waren wir in der glücklichen Lage, über eine Spende von 11200 Euro aus der Corona-Spenden-Aktion der in Stuttgart ansässigen Firma Vector einen IPad-Koffer anzuschaffen, der bei dem ZISCH-Projekt erstmalig zum Einsatz kam (siehe Pressemitteilung Vector zu Corona-Spenden-Aktion im Anhang) Jeder Schüler/jede Schülerin erhielt so im Deutschunterricht über den 4-wöchigen Zeitraum Zugang zur Online-Ausgabe der StZ über die StZ-App. 

Meine Erfahrungen mit dem Projekt waren äußerst positiv. Die SchülerInnen waren erwartungsgemäß sofort vertraut mit dem Ipad und die Navigation in der App war sehr intuitiv. Anfängliche Bedenken von Seiten der SchülerInnen, dass Zeitung langweilig sei, waren schnell verflogen. Fester Bestandteil jeder Stunde war es, dass jeder Schüler/jede Schülerin zuerst ca. 20 min die Zeitung selbstständig und ohne Vorgaben las, anschließend wurde über das globale und lokale Weltgeschehen im Plenum gesprochen und teilweise emotional diskutiert. Gerade die Themen US-Wahl und Corona-Maßnahmen waren Dauerstreitthema. Im weiteren Verlauf der Stunden wurden Inhalte des Materialpakets aus dem ZISCH-Projekt bearbeitet. 

Die Rückmeldung der SchülerInnen fiel ausnahmslos positiv aus. Geschätzt wurden die Diskussionen über das Weltgeschehen, außerdem fühlten sich die SchülerInnen nach dem Projekt viel informierter über das, „was gerade so abgeht“. Auch fühlten sie sich sicherer, gut recherchierte, wahrheitsgemäße Informationen von Falschmeldungen oder „Fake News“ zu unterscheiden. Das war mir als Lehrer sehr wichtig. Schön für mich war natürlich zu hören, dass es einige Schüler gab, die sich fest vorgenommen haben, weiterhin Nachrichten zu lesen – sei es online oder auch analog in gedruckter Form.

F. Heine

 

Anm. d. Red.: Herr Heines Artikel erschien am 19.12.2020 in der Print- und Online-Ausgabe der Stuttgarter Zeitung!