„Mein bestes Leben – Möglichkeit zur Chancengerechtigkeit?“

Die 7b nutzte die erste Kompaktwoche in diesem Schuljahr für ein ganz besonderes Projekt. Gemeinsam mit Frau Gatta und Frau Krafft besuchten sie die Veranstaltung „Mein bestes Leben – Möglichkeit zur Chancengerechtigkeit“ der Landesakademie für Jugendbildung in Weil der Stadt.

Inhaltlich wurde der Frage nachgegangen, was Chancengerechtigkeit bedeutet und inwieweit sie uns im Leben betrifft. Spielerisch und interaktiv wurde geprüft, ob tatsächlich jeder seines Glückes Schmied ist und ob Leistung allein zu einem erfüllten Leben führt. Schnell wurde den Schüler/innen klar, dass Noten, Erfolg und Leistung nicht allein entscheidend für ein glückliches Leben sind. Die meisten haben Wünsche und Ziele, die man nicht mit Geld kaufen kann: Familie, Freunde, Gesundheit …  

Durch ein Rollenspiel erlebte die Klasse, dass jeder Mensch mit unterschiedlichen Voraussetzungen zur Welt kommt und dass deswegen nicht an jeden dieselben Anforderungen gestellt werden können. Dennoch sollte jeder die Chancen, die einem geboten werden, ergreifen und das für ihn Beste aus seinem Leben machen. 

Die Referentin selbst ist ein gutes Beispiel dafür, welche Möglichkeiten einem offen stehen. Sie kam mit sechs Jahren nach Deutschland und besuchte zuerst die Hauptschule, dann die Realschule und machte schließlich noch Abitur. Heute studiert sie Pädagogik und Sonderpädagogik. Sie sensibilisierte die Schüler/innen dafür, ihre eigenen Ressourcen, aber auch gesellschaftliche Barrieren zum Thema Chancengerechtigkeit zu erkennen. Das wichtigste ist für sie dabei die Gemeinschaft, denn nur, wer solidarisch handelt, bringt sich und andere weiter. So berichtete sie, dass sie das Abitur damals gemeinsam als Klasse geschafft hatten, weil sie sich gegenseitig unterstützt und gemeinsam gelernt haben. 

Wie wichtig das Vertrauen und der Zusammenhalt in der Schule, im Freundeskreis und in der Familie sind, wurde am Ende in einer interaktiven Übung symbolisiert. Einige Schüler ließen sich rückwärts von einem Tisch in die Arme der anderen Schüler fallen, die sie aufgefangen haben. Manche kostete es anfangs zwar etwas Überwindung, aber sie vertrauten auf das Auffangen ihrer Mitschüler. 

Nach Brezeln und Kaba in der Pause und einem gemeinsamen Mittagessen endete der Ausflug.  

Wir danken der Landesakademie für Jugendbildung ganz herzlich für diesen schönen Projekttag! 

A. Krafft